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Von alten Preußen und wurzellosen Kosmopoliten
Mitunter fühlst du dich beim Lesen eines Buches ertappt. Es spricht zu dir, nicht mahnend oder belehrend; es will dich nicht missionieren, bilden oder zur inneren Einkehr bewegen. Es „will“ eigentlich gar nichts, vielleicht nicht einmal unterhalten. Es ist einfach nur da, präsent, gegenwärtig, wie eine Person, die du einst gut kanntest, bevor du in…
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Podcast: Von Thomas Mann bis ins Karbon
Es war eine bewegte Woche auf Steiner’s Digest. Der Podcast-Roundup fasst sie in knackigen 5 Minuten zusammen. Es ist für fast alle etwas dabei: Cineasten, gemäßigte Monarchistinnen, Manfred-Krug-Fans, Hobby-Paläontologen und nicht zuletzt Menschen, die sich fragen, was passiert, wenn man versehentlich Reichsbürger-Gras raucht. Enjoy.
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Das Unterei
Ich habe gerade zehn Minuten damit verbracht, zwei der oberpeinlichen „SPIEGEL Bestseller“-Aufkleber von meiner derzeitigen Lektüre abzupopeln. Am besten geht’s mit Heißluft. Fön rausholen, anstellen und Sticker heiß anblasen. Nach ein bis zwei Minuten Dauerfeuer kurz warten, bis sich das Ganze etwas abgekühlt hat. Dann vorsichtig einen Anfang machen und eine kleine Ecke ablösen. Sodann…
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Podcast Episode: Taedium Tropicum
To Congo or not to Congo? Diese Frage stellte ich mir kürzlich in einem längeren Beitrag. Den gibt’s jetzt auch als Kurzpodcast. Und hier geht’s zum Blog-Post.
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Taedium Tropicum
Mein Freund Sören Sjörnström wird dieses Jahr fünfzig. Und was hat sich der Depp von mir gewünscht? Eine Reise in den Kongo. Ob das eine gute Idee ist? Immerhin war ich vor fast zwanzig Jahren schon mal dort; not one of my finest moments, wie ich in einem vorherigen Beitrag schon einmal feststellen musste. Aber Geburtstagskindern…
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In Sachen Weltuntergang II
Manchmal wüsste ich gar nicht, dass überhaupt Wochenende ist, wenn mich nicht ab und an versicherungspflichtig beschäftigte Freunde oder Bekannte anrufen würden, um mich zu fragen, ob ich etwas mit ihnen unternehmen möchte. Diesmal war es mein alter Freund Peter Miese. Er lud mich auf seine Datsche im Berliner Umland ein. Nach seinem letzten Anruf,…
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Vierzigprozentiger Oblomow
Gibt es etwas Schöneres, als den August in der Sommerresidenz im Schwöblinger Land ausklingen zu lassen? Das fragte ich mich in der letzten Woche. Die Antwort lautete wenig überraschend „pas du tout“. Also fuhr ich am Donnerstag hin. Natürlich sind vier Tage inklusive An- und Abreisetag, nicht genug Zeit, um in das wunderbare Schwöblinger Landkoma zu…
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Ein Mann von milder Observanz
Vor gut einer Woche hat der Sommer noch einmal gezeigt, was er kann. Ein richtiger Hitzetag. Meine Prophezeiung damals: Es war der letzte in diesem Jahr. Nun herbstet es schon merklich. Ich liebe es, Recht zu behalten. Obwohl ich auf die Frage „Recht haben oder gemocht werden?“, die mir ausgerechnet die Mineralwassermarke meines Vertrauens vor…
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Warum Frauen die Odyssee nicht lesen sollten
Von Marta Steinfeld// Sollten Frauen die Odyssee und andere griechische Epen und Theaterstücke lesen? Ganz sicher nicht. Warum nicht? Weil sie von Männern für Männer geschrieben wurden. Homer war ein blinder Sänger, heißt es. Er trug seine Verse bei Gelagen vor. Seine Zielgruppe waren Männer. Natürlich waren dort auch Frauen anwesend. Aber nicht die Ehefrauen.…
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Die Kakophonie des Ichs
Da sind diese Stimmen, die auf mich einprasseln. Die Tonlage ist verschieden, auch die Worte unterscheiden sich auf den ersten Hör. Doch am Ende sagen sie alle nur dasselbe: ICH. Mein Ex-Chef C.D. denkt wie immer laut. Er braucht andere als Resonanzraum, um den Gedankensalat zu ordnen, Ballast abzuwerfen, sich über dies und jenes klarer…