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Von alten Preußen und wurzellosen Kosmopoliten
Mitunter fühlst du dich beim Lesen eines Buches ertappt. Es spricht zu dir, nicht mahnend oder belehrend; es will dich nicht missionieren, bilden oder zur inneren Einkehr bewegen. Es „will“ eigentlich gar nichts, vielleicht nicht einmal unterhalten. Es ist einfach nur da, präsent, gegenwärtig, wie eine Person, die du einst gut kanntest, bevor du in…
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(Noch) nicht auf den Hund gekommen
Zu Beginn ein Bekenntnis: Ich bin kein Hundefan. Der beste Freund des Menschen ist mir seit jeher suspekt. Zu hektisch, zu unterwürfig, zu bedürftig, zu aufmerksamkeitsheischend und vor allem: zu wenig wählerisch in der Wahl seiner Herren bzw. Frauen und Meister*innen. Hitlers Hündin Blondie sei hier nur ganz am Rande erwähnt. Und doch gibt es…
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Tierfreunde aufgemerkt!
Zuerst die schlechte Nachricht: Laut WWF sind die weltweit erfassten Populationen wildlebender Wirbeltiere in den vergangenen gut 50 Jahren im Durchschnitt um 73 Prozent geschrumpft. Der Tagesspiegel macht daraus die Schlagzeile „Tierbestände um 73 Prozent geschrumpft“. Das klingt noch bedenklicher, ist aber nicht dasselbe. Der WWF weist ausdrücklich darauf hin, dass keineswegs 73 Prozent aller…
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Peter gegen den Rest der Welt
Am Sonntag wurde in der Bundeshauptstadt die 52. Folge der Sportseifenoper „Berlin rennt“ aufgeführt. Manche nennen sie auch „Berlin-Marathon“. Ich selbst nahm weder als Läufer, noch als Zaungast teil, obwohl es mir manchmal Spaß macht, dem Volk bei Großevents aufs Maul zu schauen. Aber diesmal war mir nicht danach. Am Vormittag hatte ich Korrespondenz zu…
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Alles halb so schlimm?
Am Samstag feierte mein Journalistenfreund Sören Sjörnström mit handverlesenen Gästen aus dem In- und Ausland seinen 50. Geburtstag vor. Das Programm: 1.) Spaziergang auf dem Tempelhofer Feld, 2.) Besteigung des Kreuzberges und 3.) Abendgesellschaft im Separée eines Kreuzberger Restaurants mit ausgezeichneter österreichischer Küche. Es war ein wunderbarer Tag, obwohl man Geburtstage eigentlich nicht vorfeiern soll,…
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Wer will, ist schon mal raus
Zuerst die gute Nachricht: Meine Haushälterin Rosanna spricht wieder mit mir. Nachdem ihr mein Chauffeur Marc gestern mitteilte, dass ich meinen Plan, zwecks Longevity einen japanischen Koch einzustellen, nun aufgegeben habe, ist sie wieder fast die Alte. Meinen Morgengruß erwiderte sie heute mit einem freundlich verächtlichen „Buongiorno, signor pigrone!“ und knallte mir beherzt den heißen…
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Pech für Herrn Tanaka
Der Steinersche Haussegen hängt derzeit leider ziemlich schief. Meine Haushälterin Rosanna spricht seit Tagen nicht mehr mit mir. Oder wenn, dann nur das Notwendigste. Statt der üblichen, mit scherzhaft drohenden Zeigefingern und angedeuteten Kopfnüssen gewürzten Frühstücksplaudereien sagt sie nun nicht einmal mehr „Guten Morgen“. Allenfalls „Scusa“, wenn ich ihr beim Staubwedeln im Weg bin. Oder…
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Odysseus-Gedächtnistag Redux
Aufgrund der anhaltend großen Resonanz und zahlreicher Zuschriften hat sich die Redaktion von Steiner’s Digest entschlossen, den vorliegenden Beitrag noch einmal an prominenter Stelle zugänglich zu machen. Wir kommen damit dem vielfach geäußerten Wunsch unserer Leserinnen und Leser nach und bitten zugleich all jene um Verständnis, die den Text bereits kennen. Von weiteren Zuschriften zu…