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Tomorrow I’ll be fine
Oh well. Well, well, well. What should I write about? The state of the world? Boring. The state of myself? Equally boring. My postcard collection? Perhaps. I can get quite enthusiastic about it. But then I wonder if others would be able and willing to follow me far into the depths of that particular subject.…
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Women’s Hour
Sitting through a Q&A with a literary agent. At some point I notice that the vast majority of the aspiring authors are female. Seventy, to be precise. Only six men. I ask the agent about the gender ratio of the authors represented by her agency. She doesn’t know. The future of books, it seems, is…
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Frauen sind wie Sahnetorten
Mein Freund S. ist seit kurzem wieder mal solo. Was dazu führt, dass ich in den Genuss komme, mir Binsenweisheiten über das weibliche Geschlecht anhören zu dürfen. Neulich postulierte er nach drei Hopfenkaltschalen: „Frauen sind wie Sahnetorten. Schön anzuschauen und zuckersüß. Aber wenn man zu viel davon isst, verdirbt man sich den Magen.“ Was zu…
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Claudia hat nen Schäferhund
Die morgendliche Presseschau förderte drei interessante „Learnings“ zutage: 1.) Neben seinen zahlreichen anderen Verpflichtungen leitete Albert Speer auch das Amt „Schönheit der Arbeit“. Was die Frage aufwirft, ob die Namensähnlichkeit zum „Amt für politische Schönheit“ zufällig ist. 2.) Das – natürlich sehr komplexe und regional vielfältige – deutsche Wasserrecht teilt Gewässer in „Ordnungen“ ein. Je…
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Man kann nie wissen
Es fällt mir schwer, Dinge wegzuwerfen. Man kann nie wissen, wann man dies und das noch brauchen kann. Eben entsorgte ich zum Beispiel einige Champagnerkorken, die von einer kleinen Soirée Mitte letzten Jahres stammten. Kurz nachdem ich sie in den Mülleimer geworfen hatte, tat es mir schon wieder leid. Ich erinnerte mich daran, dass Korken,…
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Enttäuschung
Neulich wollte ich eine Lebensunfähigkeitsbescheinigung beantragen. Leider waren bis auf Weiteres keine Termine verfügbar.
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Papa- und Mamageien
Im Zuge der US-amerikanischen Spezialoperation in Venezuela erlag ich kurz der Versuchung, mich medial zu „informieren“. Die Berichterstattung im Medium meines zeitweiligen Vertrauens, dem britischen Fernsehsender Channel 4, war erfrischend anders als im BRD-Staatsfernsehen. Herrlich aufgeregt, um provokante Angles und Remarks nicht verlegen, genossen die Korrespondenten und Studio-Heimspielerinnen sichtlich, dass die Weihnachtspause endlich vorbei war…
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Spuren im Schnee
Die gestern groß angekündigte Mega-Schneestürmin „Elli“ lässt bisher noch auf sich warten. Eine weitere Medienente? Immerhin, ein paar Flocken sind gefallen. In der dünnen Schneedecke im Hinterhof sind überraschend viele Fußspuren sichtbar. Wahnsinn, wer hier in kürzester Zeit so alles ein- und ausgeht. Es tut gut zu wissen, dass meine Spuren nicht dabei sind.
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Fußgemaltes Selbstporträt
In letzter Zeit sehe ich überall Gesichter. In Landkarten. In Wolken. In den Putzresten auf dem Mauerwerk des Innenhofs meines Mietshauses. Es ist wie früher in meiner Kindheit, als ich an Sommerabenden lange vor Sonnenuntergang ins Bett geschickt wurde und das Tageslicht grässliche Fratzen in den Stoff der grünen Vorhänge meines Zimmers malte. Doch heute…
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Dry January
Nach einem Probetag Dry January bin ich versucht zu konstatieren: Abstinenz ist auch keine Lösung.