In atemloser Hast verfasse ich diese kleine Zwischenepistel aus dem wie gehabt tres schicken Paris. Nach zehn Tagen Phantommalaria in Berlin war mir nach etwas Abwechslung, Schönheit und Stil.
Hier unternehme ich nun verträumte Rekonvaleszenzpromenaden durch die sehr schön durchgentrifizierten Innenstadtbezirke der einstigen Welthauptstadt, klappere die üblichen Antiquitätengeschäfte ab, nippe mit alten Bekannten an gut gekühltem Champagner, plaudere mit vergangenen Lieben über die guten Zeiten und zittere ein bisschen vor der nächsten Revolution.
Morgen werde ich unter den Kanal rutschen, hinüber zu den Engländern, die dem größten Sohn der großen Nation (obig abgebildet auf dem Werbeschild eines Tabakhändlers) einst so zäh die Suppe versalzten und, um den Erzfeind noch zusätzlich zu demütigen, einen großen Londoner Bahnhof nach der letzten Schlacht des Kaisers benannten).
Daselbst erwartet mich mein alter Freund Philip Bottomley Phelps in seiner Residenz Mischief Manor. Wie es scheint, sind seine Geldprobleme vorläufig behoben, eine Erbtante „kicked the bucket“, wie Phil mir schrieb. Das vor einigen Wochen gepfändete Mobiliar ist wohl schon wieder an seinem Platz.
Soviel oder besser so wenig zwischendurch. Tausend Dank an alle Leserinnen und Leser, die mir während meiner Krankheit geschrieben haben, ihr seid einfach magnifique. À bientôt!

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