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Presseschau (die Fortsetzung)
Nachdem die gestrige Presseschau auf unerwarteten, nichtsdestoweniger jedoch höchst willkommenen Anklang stieß, hier die aktuelle Ausgabe. Nach Westwall und Maginot-Linie nun „Ostschild“ Der neue Kalte Krieg (der ja einen heißen Krieg auf europäischem Boden beinhaltet, was der seinerzeitige KK nicht schaffte), geht unvermindert weiter. Wie die NZZ berichtet, weihte der polnische Premier Tusk letztes Wochenende…
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Quote of the day
„Liberal democracy is the most sophisticated way of cheating the populace into believing that they have a say in government.“ (Arthur B. Stolakowsky)
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I’ll write whenever I can
Der portugiesische Titel des vorangegangenen Beitrags (danke DeppL) ist, ich gebe es zu, nicht von Fernando Pessoa, sondern von einer Collage des amerikanischen Künstlers Peter Beard inspiriert. Sie heißt „I’ll write whenever I can“ und zeigt Beard beim Tagebuchschreiben am Ufer des Turkanasees im Norden Kenias. Das Pikante: Der auf dem Bauch liegende Beard steckt…
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Escrevo sempre e em todo o lado
Noch ein kleiner Beitrag zu Fernando Pessoa: Der schrieb wohl keineswegs konzentriert im stillen Kämmerlein, sondern buchstäblich immer und überall. Seine Texte finden sich auf Servietten, Briefumschlägen, Packpapier, in Notiz- und Tagebüchern und auf dem Briefpapier der Firmen für die er als Fremdsprachenkorrespondent arbeitete. Das Gesamtwerk umfasst runde 30.000 Manuskriptseiten. Wenig erstaunlich, dass die literarische Aufarbeitung…
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Wieder eine Illusion weniger
Mein literarischer Freund Fernando Pessoa überrascht mich immmer wieder. Bei der Lektüre seines Jahrhundertwerks „Buch der Unruhe“ stieß ich kürzlich auf eine Passage, in der er sich bzw. seinem alter ego, dem Hilfsbuchhalter Bernardo Soares, eine Körpergröße von 1,71 m bescheinigt. Bisher war ich immer davon ausgegangen, dass Pessoa ein kleiner, schmächtiger und unauffälliger Mann war.…
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Eine ziemlich ausführliche Presseschau
„Throw up into your typewriter every morning. Clean up every noon.“ Raymond Chandler „Dear Jack, don’t buy a single more vote than necessary. I’ll be damned if I am going to pay for a landslide.“ Joe Kennedy, tycoon father of JFK Meine Damen und Herren*: Die Presseschau Weil ich am Sonntag einem Black-Friday-Deal der Times (12 Monate…
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Opium for the masses
During a recent visit to Cairo, I started reading the second volume of Olivia Manning’s brilliant „Fortunes of War“. Based on her own experiences, the author describes the adventures of British expats and soldiers in wartime Egypt, with Rommel at the gates and the Egyptians eagerly awaiting the departure of their English oppressors. In one…
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Kellogg’s Stammbaum
Ich zerbreche mir den Kopf. Über Keith Kellogg, Donald Trumps achtzigjährigen Ukraine-Sondergesandten in spe. Ist er oder ist er nicht mit Will Keith Kellogg, dem Gründer des gleichnamigen Frühstücksflockenimperiums (schönes Wort), verwandt? Das Internet schweigt dazu. Schade. Dafür liefert es interessante Details über Will Keith Kellogg und seinen Bruder John Harvey, die zusammen in den…
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Die aktuelle Lage
Politik, das weiß man, ist ein schmutziges Spiel. Es geht um Macht, Geld und das Ego. Demgemäß stellt sich die aktuelle Lage in der BRD wie folgt dar: Der Vorsitzende einer Regierungspartei hat den Bruch der Koalition provoziert, weil ihm die Wähler davonliefen. Er hofft, in einer vorgezogenen Neuwahl die parlamentarischen Bedeutungslosigkeit seiner Partei abwenden…
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Waterloo
Der Londoner Bus Nr. 507 fährt nach Waterloo. Das behauptet jedenfalls die Anzeige und die Ansagestimme im Bus. Gemeint ist natürlich der Bahnhof Waterloo, doch immer wenn ich in den Bus steige, verspüre ich große Lust, tatsächlich in das kleine belgische Dorf zu fahren, in dem vor fast 200 Jahren Weltgeschichte geschrieben wurde. In meiner…