Steiner's Digest

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  • Januar 17, 2025

    Echoes of the Frontier: Unearthing Andy Thomas’s Modern Mastery

    Some time ago, I came across a painting on which a hunter, traveling on horseback through the Rocky Mountains, is suddenly attacked by a grizzly bear. I loved it. It reminded me of the Wild West stories and films I devoured when I was a young boy. And of the great illustrations that filled the…

    Geschichte, Kunst
    America, Wild West
  • Januar 16, 2025

    Nischenwessis?

    Bruce Chatwins letzter Roman trägt den merkwürdigen Titel „Utz“. Gemeint ist Kaspar Baron Utz, ein böhmischer Aristokrat, der im realsozialistischen Prag ein Schattendasein führt. Der letzte Rest seines einst beträchtlichen Vermögens besteht in seiner kostbaren Sammlung von Meißener Porzellan, die er nur deshalb behalten durfte, weil er versprochen hat, sie dem staatlichen Museum zu vermachen.…

    Literatur
    Bruce Chatwin, Kapitalismus, Prager Frühling, Sozialismus, Utz
  • Januar 15, 2025

    Stream of Consciousness unplugged

    Was ich mich frage: Wie hat es Joyce angestellt, sein berühmtes Kapitel über Molly Bloom zu schreiben? Ich weiß, er hat mit Frauen (Mit welchen eigentlich? Auch seiner eigenen? Die hieß Nora, wenn ich mich recht erinnere.) gesprochen, und die haben ihm erzählt, was ihnen abends im Bett manchmal so durch den Kopf geht. Dann…

    Literatur
  • Januar 14, 2025

    Notes on Marlowe

    Raymond Chandler’s Philip Marlowe is the quintessential hard-boiled detective. Although Dashiell Hammett’s Continental Op and Sam Spade preceded him, Marlowe’s first appearance in „The Big Sleep“ (1939) set the definitive standards for what his kind was and is supposed to be like: tough, incorruptible, stoically brave, sometimes to the point of self-destruction, deeply disillusioned, yet…

    Film, Literatur
    Detective Fiction, Film Noir, Philip Marlowe, Raymond Chandler
  • Januar 13, 2025

    Dilemma

    Was nutzt ein moralischer Kompass, wenn er immer in die „falsche“ Richtung zu zeigen scheint?

    Uncategorized
  • Januar 9, 2025

    Genau das richtige Wetter

    Klamme Kälte, Grauwolkensuppe und Regen, der manchmal in Schneeregen oder noch Schlimmeres übergeht. Im Wetterbericht benutzen sie das herrlich onomatopäische Wort „Graupel“. Genau das richtige Wetter für französische Krimis aus den Sechzigern und Siebzigern. Die nassen Straßen von Paris im Dämmerlicht eines nie ganz anbrechenden Tages. Die blassen Gesichter gleichermaßen gehetzter und skrupelloser Räuber und…

    Film
    Alain Delon, Französisches Kino, Jean-Louis Trintignant, Krmi
  • Januar 6, 2025

    Einschlaffragen

    Wie steht es eigentlich mit der Gleichstellung bei der Feuerwehr? Wozu sind die Taschen altmodischer Herrenpyjamas dar? Was tut man da hinein? Zigaretten? Kondome? Taschentücher? Könnte man Autotypen am Geräusch der zuklappenden Türen erkennen? So wie ein Wetten-Dass-Kandidat einst Klobrillenmarken beim Probesitzen? Und vor allem: Warum bin ich immer noch wach?

    Uncategorized
  • Januar 4, 2025

    Trotzdem

    Mein Kopfnachbar ist Comedian. Er erklimpert, ersingt und erblödelt sich sein täglich Brot auf den Tingeltangenbühnen der Republik. Zuhause singt er selten. Übt nur manchmal am Piano. Mit Kopfhörern. Doch im Moment singt er lauthals gegen die sich bei vielen langsam anbahnende Neujahrs- und Winterdepression, die Rückkehr zum „Ernst des Lebens“ an. Sein alberner Gesang…

    Literatur
  • Januar 3, 2025

    Kartenhäuser

    Das Schreiben löst keine Probleme. Gibt keine Orientierung. Ist bloße Ablenkung, Beschäftigung ohne Therapie, Flucht in eine Scheinwelt – wie alles andere auch.  Kartenhäuser aus Worten, ästhetisch und absurd zugleich, errichtet in behutsamer Geduld und kindlicher Konzentration auf das Unwesentliche. In ihrer fragilen Schönheit und lächerlichen Statik können sie dem Schreiber Stolz und anderen Bewunderung abringen,…

    Literatur
  • Dezember 23, 2024

    Weihnachten mit Phil (3)

    Phil machte keine Anstalten, ein Gespräch zu beginnen. Er lenkte den Land Rover schweigend durch die verwaisten Straßen der Stadt. Ab sieben wurden hier offenbar die Bürgersteige hochgeklappt. Als wir Bolderstone hinter uns gelassen hatten, ging es weiter, auf schmalen, vielfach gewundenen, von hohen Hecken eingefassten Landstraßen durch die sanft gewellte Landschaft der Grafschaft Kent,…

    Literatur
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