Gestern schaute ich den US-amerikanischen Film „Geronimo“ aus dem Jahr 1993.
Ich erinnerte mich, ihn seinerzeit im Kino gesehen zu haben, doch nur eine Szene kam mir bekannt vor: Der deutschstämmige Army Scout Siebert, gespielt von Robert Duvall, kämpft allein mit zwei Apachen. Spektakulär.
Abgesehen davon ist der Film wenig bemerkenswert, obwohl oder gerade weil er sich bemüht, das alte Klischee vom blutgierigen Wilden zu korrigieren.
Ersetzt wird es durch ein ebenso klischeehaftes Bild vom edlen Ureinwohner, der um sein Land und das Überleben seines Volkes kämpft.
Und auch auf der anderen Seite, bei den Blauröcken, gibt es natürlich jede Menge mutige und ehrenhafte Helden.
Am Ende sind sie halt doch alle Amerikaner, stolze Kinder dieses weiten Landes, das in spektakulären Landschaftsaufnahmen in Szene gesetzt wird, vielleicht um vieles spektakulärer, als es die öden Wüsteneien waren, in denen sich Geronimo mit seinen Guerillas so lange dem Zugriff der US-Armee entzog. Und aus einem unerfindlichen Grund ist der Himmel obendrein noch rotbraun eingefärbt. Warum?
Ein sentimentalpatriotisches Heldenepos, über dem das Sternenbanner wild im Wüstenwind flattert, das den historischen Geronimo kaum begreifbarer macht und darüber hinaus bei mir zwei Fragen aufwarf:
Wie kam es dazu, dass wir Deutschen das vom Gefühl her harte „ch“ in „Apachen“ als „tsch“ aussprechen?
Und:
Hielten die Chiricahuas Chihuahuas?

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