Eiszeit

Ich schwänze den Alltag. Liege auf dem Teppichboden und schaue aus dem Fenster. Es schneit in dicken Flocken. Vor dem grauen Himmel sehen sie aus wie ich mir radioaktiven Fallout vorstelle. Atomkriegsangst. Wieder eine mehr. Willkommen, sage ich, machen Sie es sich bei den anderen bequem!

Angst.

Vor dem was geschehen könnte – und vor dem, was nicht geschehen könnte.

Welche ist schlimmer?

Und gibt es einen Ausweg?

Ablenkung? Flucht in die Pflicht, die Gewohnheit, die Konvention, die Erwartungen anderer, die alltägliche Schauspielerei?

Oder in die Illusion, den Traum, das Unwirkliche, die innere Eiswüste?

Dann doch lieber gleich ins Nichts, oder?

Sorry mate, leider tabu.

BTW: Mein Neffe hat einen gesunden Sohn bekommen.

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