Meditation

Der makellose Himmel des Morgens ist Geschichte; wie so viele andere Himmel davor. Auch in meinem Kopf sind wieder Wolken aufgezogen.

Ich könnte die Himmel meines Lebens zählen. Das wäre möglich, wenn es auch eine Zahl ergäbe, die schwer fassbar ist. Unmöglich wäre es hingegen, die Himmel aller Menschen zu zählen, die jemals gelebt haben.

Wie oft haben sie nach oben geschaut, was haben sie dabei gedacht, oder welche tiefen, trüben oder wirren Gedanken hat der Eindruck verscheucht, wie der Wind die Wolken vor sich hertreibt?

Der Himmel, so sagt man, ist ein Fenster zur Unendlichkeit. Die ist ebenso schwer fassbar, wie die Vorstellung der eigenen Endlichkeit. Beides übersteigt unsere Vorstellungskraft. Und das ist gut so – vielleicht.

Hinterlasse einen Kommentar