Das Schreiben löst keine Probleme. Gibt keine Orientierung. Ist bloße Ablenkung, Beschäftigung ohne Therapie, Flucht in eine Scheinwelt – wie alles andere auch.
Kartenhäuser aus Worten, ästhetisch und absurd zugleich, errichtet in behutsamer Geduld und kindlicher Konzentration auf das Unwesentliche. In ihrer fragilen Schönheit und lächerlichen Statik können sie dem Schreiber Stolz und anderen Bewunderung abringen, doch das sind nur kurze Momente des Sich-vergessens oder -findens, bevor der Strom des Lebens uns wieder gnadenlos erfasst und weitertreibt, vorbei an wechselnden Wegmarken, die wir nicht kennen können und über die wir doch so gern Gewissheit hätten.
Dabei gibt es nur eine Gewissheit: das Ziel. Und ausgerechnet das macht uns am meisten Angst.

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