Kellogg’s Stammbaum

Ich zerbreche mir den Kopf. Über Keith Kellogg, Donald Trumps achtzigjährigen Ukraine-Sondergesandten in spe. Ist er oder ist er nicht mit Will Keith Kellogg, dem Gründer des gleichnamigen Frühstücksflockenimperiums (schönes Wort), verwandt?

Das Internet schweigt dazu. Schade. Dafür liefert es interessante Details über Will Keith Kellogg und seinen Bruder John Harvey, die zusammen in den 1890er Jahren die Frühstücksflocken erfanden und zunächst auch gemeinsam vermarkteten. Doch als Will Keith den Flocken gegen den Willen seines Bruders Zucker beifügte, trennten sich ihre Wege. Angeblich sprachen sie nie mehr miteinander.

Will Keith gründete seine eigene Firma, die noch heute unter dem Namen Kellogg’s Kinder und Erwachsene zum Frühstück mit Weizen und Zucker versorgt. John Harvey betrieb ein feudales Sanatorium mit fragwürdigen Praktiken und betätigte sich als Gesundheitsapostel.

Während Will Keith mehrere Kinder hatte, predigte John Harvey sexuelle Enthaltsamkeit und praktizierte sie wohl auch, abgesehen von morgendlichen Einläufen, die möglicherweise als sexuelle Ersatzhandlung fungierten.

Auch die Masturbation verurteilte er aufs Schärfste:

„Ein Mittel gegen Masturbation, welches bei kleinen Jungen fast immer erfolgreich ist, ist die Beschneidung. Die Operation sollte von einem Arzt ohne Betäubung durchgeführt werden, weil der kurze Schmerz einen heilsamen Effekt hat, besonders, wenn er mit Gedanken an Strafe in Verbindung gebracht wird. Bei Mädchen, so hat der Autor herausgefunden, ist die Behandlung der Klitoris mit unverdünnter Karbolsäure (Phenol) hervorragend geeignet, die unnatürliche Erregung zu mindern.“

Was allerdings leider noch immer nicht die eingangs gestellte Frage beantwortet.

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