Falling Down in Berlin

Zum Jahresende sprießen in der Bundeshauptstadt die Baustellen wie Pilze aus dem Boden. Oft von einem Tag auf den anderen. Warum? Damit es vor Weihnachten für Verkehrsteilnehmer und Anwohner noch einmal richtig schön stressig wird und man sich dann mit letzter Kraft in die Feiertage rettet?

In meiner Nachbarschaft ist ein ganzer Straßenzug für mehrere Tage zur Halteverbotszone erklärt worden. Heute habe ich gesehen warum: Einige Asphaltcowboys in Leuchtwesten sägen punktuell die Straße auf, kratzen die oberste Schicht des Straßenbelags ab und erneuern sie kurz darauf.

Warum? Es gab dort weder Risse noch Schlaglöcher noch sonst etwas, das diesen plötzlichen Aktionismus rechtfertigen würde.

Die Antwort findet sich in dem Michael-Douglas-Klassiker „Falling Down“. Sie lautet: Aufgeblähte Budgets müssen bis zum Jahresende verpulvert werden, damit es im kommenden Jahr nicht weniger Geld gibt.

Die schöne Szene heißt „Under construction“:

Sachdienlicher Hinweis: Der „Lösungsansatz“ der Hauptfigur wird ausdrücklich nicht zur Nachahmung empfohlen.

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