Es heißt immer Geschichte wiederhole sich nicht. Diesmal scheint sie es aber doch zu tun. Israel hat mit seinem Bombenkrieg im Libanon eine neue Flüchtlingsbewegung ins Leben gerufen. Einige werden sicherlich auch in Deutschland landen.
Wie in den Achtzigerjahren, als im Gefolge des ersten Libanonkrieges viele Libanesen über den Ostberliner Flughafen Schönefeld den Weg nach Westberlin fanden. Die DDR half dabei großzügig. Sie beförderte die Flüchtlinge nicht nur mit ihrer Fluggesellschaft INTERFLUG, sie brachte sie auch per Reisebus sofort nach der Landung an den Grenzübergang Friedrichstraße, wo sie dem damaligen Grenzregime Westberlins folgend ohne Kontrollen einreisen durften und in Politik und Gesellschaft der alten BRD für allerlei Verwirrung sorgten. Die damalige Strategie der DDR, Asylbewerber als politische Waffe einzusetzen, ähnelt der hybriden Kriegführung Russlands und Weißrusslands im Ukrainekrieg.
Wie man hört, haben sich die damals nach Westberlin gereisten libanesischen Flüchtlinge übrigens recht gut integriert. Einige sind im Bereich Organisierte Kriminalität tätig, haben also ein gesichertes Auskommen. Auch die nun zu erwartenden Gäste werden sich sicherlich in Deutschland bald heimisch fühlen.
Und sicherlich wird der befürchtete Einmarsch der Israelis im Libanon wie 1982 neben zahlreichen Todesopfern einmal mehr eine Menge traumatisierter junger Männer auf beiden Seiten produzieren. Der sehr gute Film „Waltz with Bashir“ (2008) zeigte aus israelischer Perspektive eindringlich, was so ein Krieg mit dem Einzelnen macht.
Hinterlasse einen Kommentar