Farewell, Kris

Der Tag beginnt mit einer Träne im Knopfloch: Kris Kristofferson ist gestorben. Eigentlich kein Grund zum Heulen, er wurde 88, hat jede Menge gute Songs geschrieben, durfte auch in Hollywood mit Erfolg aufspielen. Das erste Mal sah ich ihn als Steppke in „Convoi“, einem subversiven Truckerfilm.

Alles in allem ein erfülltes Leben, kann man nicht meckern, wie es so schön heißt.

Trotzdem Träne. Oder vielmehr Tränen. Und zwar buchstäblich. Zwar nicht heute, aber vor einigen Monaten. Da erwischte mich Kris auf dem Berliner Flughafen BER im Shuffle-Modus völlig unvorbereitet mit seinem wunderbaren Song „To Beat The Devil“. Die Geschichte eines brotlosen Künstlers, der gegen die Verzweiflung kämpft. Ich schäme mich nicht zu sagen, dass ich damals tatsächlich in Tränen ausbrach. Einfach so. Das Lied kriegte mich. Touched my soul, wie man so schön sagt.

Dabei bin ich sonst gar nicht nah am Wasser gebaut. Umso schöner war es, den Dingern einfach mal ihren Lauf zu lassen. Kathartisch. Thanks Kris!

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